{"id":2451,"date":"2025-08-27T13:04:00","date_gmt":"2025-08-27T11:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/bremen-bleibt-die-nummer-eins-unter-den-gvz-in-europa\/"},"modified":"2025-10-01T13:18:14","modified_gmt":"2025-10-01T11:18:14","slug":"bremen-bleibt-die-nummer-eins-unter-den-gvz-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/bremen-bleibt-die-nummer-eins-unter-den-gvz-in-europa\/","title":{"rendered":"Bremen bleibt die Nummer eins unter den GVZ in Europa"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im europ\u00e4ischen Ranking der G\u00fcterverkehrszentren (GVZ) hat es die Hansestadt wieder geschafft und ist europ\u00e4ischer Champion. Aber die anderen Standorte sind den Bremern dicht auf den Fersen. Und vor allem Italien trumpft mit einer in Europa einmaligen \u201emannschaftlichen Geschlossenheit\u201c auf. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2448,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2451","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infrastructure-de"],"acf":{"bildunterschrift":" ","foto-credit":"DVZ","autor":"Michael Cordes","gastautor_firmaposition":"","zuerst_publiziert":"Dieser Artikel erschien zuerst in der DVZ","absatz_1_bis_3":"<p>Im Fu\u00dfball wird der Europameister alle vier Jahre ausgespielt. Alle f\u00fcnf Jahre hingegen ermittelt das GVZ-Ranking seinen europ\u00e4ischen Champion. Das ist nicht der einzige Unterschied: Im Fu\u00dfball stand Deutschland letztmals 2013 (Frauen) beziehungsweise 1996 (M\u00e4nner) ganz oben auf dem Treppchen. In der Disziplin GVZ hingegen stammt der Sieger 2025 wie schon beim letzten Mal im Jahr 2020 aus Bremen, und damit aus Deutschland.<\/p>\r\n<p>Aber anders als beim Fu\u00dfball treten hier nicht Nationen, sondern einzelne Standorte an. Und die Autoren des Rankings sehen die Rangliste auch nicht als ein Wettbewerb gegeneinander an. \u201eVielmehr wollen wir positive Beispiele herausheben und Ma\u00dfnahmen auff\u00fchren, von denen die anderen Standorte lernen k\u00f6nnen\u201c, sagt Thomas Nobel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen GVZ-Gesellschaft und Mitautor des Rankings.<\/p>\r\n<p>Bei der Auswertung in diesem Jahr gab es einige Neuerungen. Es ist fast ein Drittel neuer Fragen hinzugekommen. Auch deren Wertigkeit (die Fragen werden mit einem Punktesystem gewichtet) wurde ver\u00e4ndert.<\/p>\r\n<p>Der Sieger der diesj\u00e4hrigen Ausgabe \u2013 das GVZ Bremen \u2013 geh\u00f6rt zu den Leuchtt\u00fcrmen in Europa. Es war das erste in Deutschland und ist auch eines der gr\u00f6\u00dften. Ist Gr\u00f6\u00dfe entscheidend, um vorne im Ranking dabei zu sein? \u201eEs erleichtert es zumindest\u201c, sagt Nobel, \u201edenn gro\u00dfe GVZ sind in der Lage, vielf\u00e4ltige und attraktive Services anzubieten. Damit lassen sich auch Unternehmen mit einer hohen Wertsch\u00f6pfung von einer Ansiedlung \u00fcberzeugen.\u201c<\/p>\r\n<p>Das Bremer GVZ erreichte 405 von maximal 442 m\u00f6glichen Punkten. \u201eWeil es so fr\u00fch gegr\u00fcndet wurde, hat es einen Entwicklungsvorsprung\u201c, sagt Nobel. Zudem zeichne es sich durch ein hohes Engagement bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus. \u201eSo ist es Vorreiter beim Umsetzen von Projekten zum autonomen und automatisierten Fahren\u201c, sagt der GVZ-Experte. Auch bei der Nutzung von Photovoltaik zur Erzeugung von Strom sei der Standort so weit wie nur wenige andere. \u201eDas sind gute Voraussetzungen, um beispielsweise Ladestationen f\u00fcr E-Lkw mit Strom zu versorgen\u201c, sagt Nobel.<\/p>\r\n<p>Auf Platz zwei des Rankings findet sich mit dem GVZ Quadrante Europa in Verona ebenfalls ein \u201ealter Bekannter\u201c. Der Standort belegte auch vor f\u00fcnf Jahren den zweiten Platz. \u201eWas Terminalstruktur, Umschlag und all die Dinge betrifft, die sich um das Thema Zugverbindungen ranken: Da ist Verona der Ma\u00dfstab f\u00fcr Europa\u201c, hebt Nobel hervor.<\/p>\r\n<p>Rang drei geht an das GVZ Clip Logistics in Swarzedz in der N\u00e4he von Posen. \u201eHier beobachten wir eine sehr dynamische Entwicklung\u201c, sagt Nobel. 2020 reichte es bereits f\u00fcr Rang sechs, nun haben sich die Polen noch weiter nach vorne gearbeitet. \u201eDem Management ist es gelungen, moderne Logistikanlagen zu errichten. Als Folge hat sich beispielsweise ein Textilh\u00e4ndler angesiedelt, der dort Modeartikel aufbereitet und aus dem GVZ heraus seine Waren distribuiert. Entsprechend hoch ist die Besch\u00e4ftigtenzahl\u201c, zeigt sich Nobel beeindruckt von der Entwicklung.<\/p>","absatz_4_bis_ende":"<h2>Italien dominiert die Top Ten<\/h2>\r\n<p>Auff\u00e4llig in dem Ranking ist das Abschneiden der italienischen Standorte. Gleich f\u00fcnf von ihnen haben einen Platz unter den ersten Zehn ergattert. \u201eWir waren schon \u00fcberrascht, dass sich so viele italienische GVZ so weit vorne festgesetzt haben\u201c, sagt Nobel. Er und der Mitautor des Rankings, Steffen Nestler, hatten sich im Herbst letzten Jahres einige Standorte in Italien angesehen. \u201eDa haben wir festgestellt, dass sich gerade im wichtigen Bereich Intermodalit\u00e4t einiges getan hat\u201c, schildert er seine Eindr\u00fccke. Es handele sich gr\u00f6\u00dftenteils um etablierte Standorte, die schon fr\u00fchzeitig entstanden seien, entsprechende Strukturen entwickelt h\u00e4tten und sich jetzt auf einem hohen Niveau weiterentwickeln w\u00fcrden. \u201ePadova beispielsweise setzt vollautomatische Kr\u00e4ne ein. Auch die Organisation der Ein- und Ausfahrten der Lkw erfolgt automatisiert\u201c, sagt Nobel. Die Automatisierung der Gatebereiche sei auch in anderen italienischen GVZ zu beobachten. Dort g\u00e4be es mehrere Lanes, \u00fcber die die Lkw in die GVZ ein- und ausfahren k\u00f6nnten.<\/p>\r\n<p>Unter den Top-20 dominieren deutsche und italienische Standorte. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass sich das Ranking vor allem mit den Standorten befasst, deren L\u00e4nder Mitglied in der Europlatforms-Organisation sind. Damit k\u00f6nnen die Autoren einen hochwertigen R\u00fccklauf der Frageb\u00f6gen sicherstellen.<\/p>\r\n<p>Neun GVZ aus Deutschland haben den Sprung unter die Top-20 erreicht. Nur das Cargo-Center-Graz, der Ennshafen (beide \u00d6sterreich), Clip aus Polen sowie das GVZ Saragossa aus Spanien kommen nicht aus Italien oder Deutschland. Vor f\u00fcnf Jahren waren noch die Standorte Barcelona (Spanien), Budapest (Ungarn) und Kouvola (Finnland) vertreten.<\/p>\r\n<p>Auch wenn es bei der Bewertung der GVZ einige neue Kriterien gegeben hat: Die Intermodalit\u00e4t ist weiterhin \u201edie DNA von GVZ\u201c, wie es Nobel formuliert. Das ist auch eine Voraussetzung, um \u00fcberhaupt an dem Ranking teilzunehmen. Hat ein Standort keine Photovoltaikanlage, gibt es Abz\u00fcge in der Bewertung. Aber die M\u00f6glichkeit, G\u00fcter von der Stra\u00dfe auf die Schiene oder das Binnenschiff umschlagen zu k\u00f6nnen, muss vorhanden sein. Bei der Identifizierung von geeigneten GVZ war die k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) behilflich, mit der \u00fcber Luftaufnahmen identifiziert werden konnte, inwiefern die verkehrlichen Anbindungen und der Standort mit seinen Anlagen die jeweiligen Kriterien erf\u00fcllt.<\/p>\r\n<h2>Infrastruktur bereitet Sorge<\/h2>\r\n<p>Abgefragt werden von den Autoren auch m\u00f6gliche Risiken. \u201eEs war in diesem Jahr auff\u00e4llig, wie h\u00e4ufig dabei der Zustand der Verkehrsinfrastruktur genannt wurde, der ihnen Sorge macht\u201c, sagt Nobel. Und zwar sowohl bei der Schiene als auch bei der Stra\u00dfe und durchg\u00e4ngig \u00fcber alle L\u00e4nder. \u201eDas war vor f\u00fcnf Jahren noch nicht so\u201c, merkt Nobel an.<\/p>\r\n<p>Noch kein explizites Kriterium bei der Bewertung ist die Klimaneutralit\u00e4t: \u201eKeine Frage\u201c, sagt Nobel, \u201edas Thema Vermeidung von CO\u2082-Emissionen nimmt an Bedeutung zu.\u201c Und \u00fcber den Oberbegriff ESG-Kriterien w\u00fcrde es bereits in der Bewertung ber\u00fccksichtigt. Aber es sei derzeit noch sehr schwierig, die Emissionen eines GVZ zu erfassen. \u201eDa tun sich ja schon die Unternehmen schwer, wenn ich an die Debatte um Scope-1, -2 und -3 denke\u201c, sagt Nobel. Und in den gr\u00f6\u00dferen GVZ w\u00fcrden sich h\u00e4ufig 100 Unternehmen und mehr befinden. Von all denen eine exakte Berechnung der CO\u2082-Emissionen zu erhalten, sei heute nahezu unm\u00f6glich. Er ist sich aber sicher, dass das Thema an Bedeutung gewinnt und bei der n\u00e4chsten Befragung eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen wird.<\/p>\r\n<p>Hier setzt er auch auf die M\u00f6glichkeiten der KI. Die k\u00f6nne beispielsweise in f\u00fcnf Jahren viel besser die Verkehrsstr\u00f6me und die damit verbundenen CO\u2082-Emissionen erfassen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nne die KI bei den Besch\u00e4ftigungswirkungen in nachgeordneten Bereichen wom\u00f6glich Infos liefern, die heute noch nicht verf\u00fcgbar seien.<\/p>\r\n<p>Ebenfalls an Bedeutung gewinnt, wie sich die Standorte in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentieren, im Internet oder in den sozialen Medien. Dazu geh\u00f6ren Aktionen wie ein Tag der offenen T\u00fcr, soziales Engagement oder die Kommunikation \u00fcber Kan\u00e4le wie LinkedIn. \u201eEine Entwicklung, die vor f\u00fcnf Jahren noch keine Bedeutung gespielt hat und bei der n\u00e4chsten Auswertung in f\u00fcnf Jahren sicher nochmal wichtiger wird\u201c, prophezeit der GVZ-Experte.<\/p>","zitat":"","zitatgeber":"","zitatgeber_firma":"","zahl":"1.345","zahl_beschreibung":"Hektar betr\u00e4gt die Fl\u00e4che des GVZ in Saragossa, Spanien: Damit ist es der gr\u00f6\u00dfte Standort unter den Top-20","zweites_bild":null,"zweites_bild_bu":"","zweites_bild_foto-credit":"","kasten_headline":"Wie das Ranking ermittelt wird","kasten_text":"<p>Das Autorenteam um Bianca Nobel (Projektassistentin To-be-now-Logistics-Research-GmbH), Stefan Nestler und Thomas Nobel (beide Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen GVZ-Gesellschaft, DGG) erstellt alle f\u00fcnf Jahre das europ\u00e4ische Ranking. Einen Schwerpunkt bilden die GVZ in den Mitgliedsl\u00e4ndern des europ\u00e4ischen GVZ-Dachverbandes \u201eEuroplatforms\u201c, der die Studie begleitet. Es wurden 230 Standorte in die (Vor-)Auswahl einbezogen. Die Befragung der GVZ umfasst in diesem Jahr etwa 15 Cluster Fragen, die 50 Bewertungskriterien beinhalten. Deren Anzahl hat sich gegen\u00fcber der letzten Befragung um ein Drittel erh\u00f6ht, weshalb ein Vergleich mit den Ergebnissen des Jahres 2020 auch nur bedingt m\u00f6glich ist.<\/p>\r\n<p>Zudem werden die Bewertungskriterien nach ihrer Bedeutsamkeit gewichtet, und zwar in einer Spanne von 1 bis 6: Die aktuelle Besch\u00e4ftigtenzahl bekommt beispielsweise einen sehr hohen Wert zugeteilt, der dann mit der Auspr\u00e4gung in dem jeweiligen GVZ (zwischen 0 und 3) multipliziert wird. F\u00fcr \u201eBest-in-Class-Platzierungen\u201c sowie f\u00fcr herausragende Werte wurden nochmals Sonderpunkte ausgelobt. Insgesamt konnten 442 Bewertungspunkte erreicht werden. Bremen als die Nummer eins hat als einziges GVZ die 400-Punkte-Marke \u00fcbersprungen. Es gibt also noch Luft nach oben. F\u00fcr weitere Informationen zu dem Ranking k\u00f6nnen sich Interessenten an die DGG wenden. Mehr dazu finden Sie unter: <a title=\"https:\/\/www.gvz-org.de\" href=\"https:\/\/www.gvz-org.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">www.gvz-org.de<\/a><\/p>","kasten_bild":null},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2451"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2451\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2454,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2451\/revisions\/2454"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}