{"id":2406,"date":"2025-07-25T11:50:00","date_gmt":"2025-07-25T09:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/containerumschlag-hamburg-legt-zweistellig-zu\/"},"modified":"2025-08-04T11:57:35","modified_gmt":"2025-08-04T09:57:35","slug":"containerumschlag-hamburg-legt-zweistellig-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/containerumschlag-hamburg-legt-zweistellig-zu\/","title":{"rendered":"Containerumschlag: Hamburg legt zweistellig zu"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Boxenumschlag in Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Seehafen ist in der ersten Jahresh\u00e4lfte um etwa 10 Prozent gestiegen. Zudem laufen diverse Projekte, um die Abl\u00e4ufe zu verbessern. Diese stellten Senatorin Melanie Leonhard und HPA-Chef Jens Meier jetzt bei einer Barkassentour vor.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2404,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2406","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infrastructure-de"],"acf":{"bildunterschrift":"Hafen Hamburg: Viele Gro\u00dfprojekte werden derzeit vorbereitet oder schon umgesetzt \u2013 Ziel ist die Standortsicherung.","foto-credit":"Mediaserver Hamburg\/Doublevision","autor":"Timo Jann","gastautor_firmaposition":"","zuerst_publiziert":"Dieser Artikel ist zuerst erschienen im THB \u2013 T\u00e4glicher Hafenbericht","absatz_1_bis_3":"<p>Im Hamburger Hafen sind im ersten Halbjahr 2025 etwa 4,2 Millionen TEU umgeschlagen worden \u2013 ein Plus von ungef\u00e4hr 10 Prozent gegen\u00fcber der Vorjahresh\u00e4lfte mit 3,8 Millionen TEU. Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA), sieht die Gr\u00fcnde daf\u00fcr vor allem im deutlichen Anstieg des Warenaustauschs mit China, Malaysia und Singapur, w\u00e4hrend der Verkehr in die USA und von dort zwischen Januar und Juni 2025 um 19 Prozent eingebrochen ist.<\/p>\r\n<p>Zugute komme dem Hamburger Hafen die gute Anbindung an das Hinterland, ist Meier \u00fcberzeugt. Das sei gegen\u00fcber Rotterdam, wo sich derzeit Schiffe zur Abfertigung stauen w\u00fcrden, ein gro\u00dfer Vorteil. \u201eWir haben hier ein supergutes Zusammenspiel zwischen Schiff, Schiene und Stra\u00dfe\u201c, so der HPA-CEO weiter. Er freue sich, dass in Sachen Stra\u00dfenanbindung neue Projekte kommen sollen, darunter die A 26, die neue K\u00f6hlbrandbr\u00fccke und die Hafen-Querspange zwischen A 1 und A 7.<\/p>\r\n<h2>Hamburg baut am Hafen der Zukunft<\/h2>\r\n<p>Um die Abl\u00e4ufe beim Umschlag noch weiter zu verbessern, wurden bereits zahlreiche Ma\u00dfnahmen initiiert. Diese stellte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) gemeinsam mit Meier jetzt w\u00e4hrend einer Barkassentour ausgew\u00e4hlten Journalisten vor. Mit an Bord war der \u201eT\u00e4gliche Hafenbericht\u201c (THB).<\/p>\r\n<p>So soll es k\u00fcnftig dank des erweiterten Wendekreises von 480 auf 600 Meter nur noch 40 statt bisher 90 Minuten dauern, ein Gro\u00dfcontainerschiff in den Parkhafen zu bringen. Der Wendekreis ist einer der Bausteine der sogenannten Westerweiterung. Durch die Kappung der Landspitze am Petroleumhafen und der Verf\u00fcllung eines Gro\u00dfteils des Hafenbeckens wird der Eurogate-Terminal zwei neue Liegepl\u00e4tze und 38 Hektar Fl\u00e4che f\u00fcr den Containerumschlag bekommen. Im Zusammenspiel der Ma\u00dfnahmen rechnet Terminal-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Tim Schmonsees mit einem Plus beim Umschlag von 2 Millionen TEU. Man habe dann die Chance, um neue Linien zu buhlen und die Ladung nach Hamburg zu holen, hofft Leonhard.<\/p>","absatz_4_bis_ende":"<p>Die zus\u00e4tzliche Fl\u00e4che soll genutzt werden, um die Automatisierung des Umschlags voranzutreiben. Sobald die neue Technik dort laufe, solle auch der Bestand angepasst werden. K\u00fcnftige Containerbr\u00fccken sollen ferngesteuert arbeiten, Vancarrier durch automatisierte Fahrzeuge ersetzt werden. Um die n\u00f6tige Infra- und Suprastruktur zu schaffen, gehen die Verantwortlichen von Kosten in H\u00f6he von etwa 1,1 Milliarden Euro aus. In etwa zehn Jahren soll alles fertig sein.<\/p>\r\n<p>\u201eDie Westerweiterung hat eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den gesamten Hamburger Hafen\u201c, sagt Senatorin Leonhard. Dabei komme es bei der Abwicklung des Schiffsverkehrs auch auf das Zusammenspiel mit der Begegnungsbox, die im Zuge der Fahrrinnenanpassung realisiert wurde, an. Das Zeitfenster zum Anlauf und f\u00fcr die Abfahrt gro\u00dfer Frachter k\u00f6nne so erweitert werden. \u201eMan will die Schiffe dann auch z\u00fcgig abarbeiten\u201c, sagt Meier.<\/p>\r\n<h2>Neue Logistikfl\u00e4chen im Bereich Steinwerder<\/h2>\r\n<p>Weitere Hafenfl\u00e4chen sollen im Bereich Steinwerder-S\u00fcd unweit des Cruiseterminals entstehen. Derzeit ist ein Spezialponton dabei, mit Hilfe einer Verrieselung den Boden unter Wasser aufzuf\u00fcllen. Zu erwarten ist eine Nutzfl\u00e4che von gut 26 Hektar. Das aufzusch\u00fcttende Gel\u00e4nde liegt laut Wirtschaftsbeh\u00f6rde mit \u201eausgezeichneten stra\u00dfen-, bahn- und wasserseitigen Anschlussm\u00f6glichkeiten\u201c zwischen Travehafen und Ellerholzhafen. Wie Meier berichtet, soll 2026\/2027 entschieden werden, wer der Investor f\u00fcr die Fl\u00e4che werden soll. Meier: \u201eEs gibt ganz unterschiedliche Interessenten.\u201c<\/p>\r\n<p>Fest steht, dass es eine Nutzung mit Wasserbezug geben soll. Denn die Fl\u00e4che ist f\u00fcr Schiffe mit 10,80 Meter Tiefgang erreichbar und zu wertvoll, um die M\u00f6glichkeit ungenutzt zu lassen, sind sich Hafenbeh\u00f6rde und Politik bereits einig.<\/p>\r\n<h2>Weiterer Ausbau der Landstromanlagen<\/h2>\r\n<p>Die HPA wird in den kommenden Jahren weiter in Landstromanschl\u00fcsse an allen Liegepl\u00e4tzen f\u00fcr See- und Binnenschiffe investieren. Bereits ab 2027 besteht f\u00fcr Kreuzfahrtschiffe in Hamburg die Pflicht, das Stromangebot auch zu nutzen.<\/p>\r\n<p>In diesem Jahr entstehen am Containerterminal Altenwerder drei und am Cruise-Center Hafencity zwei Landstromanschl\u00fcsse. Bis 2030 sollen auch am O'Swaldkai, am S\u00fcd-West-Terminal und am Athabaskakai Stromanschl\u00fcsse nutzbar sein, die Systeme bei Eurogate, am Terminal Tollerort und am Burchardkai ein Upgrade bekommen. Die Liegepl\u00e4tze f\u00fcr Binnenschiffe an der Rethe Wassertreppe, am Eversween und am Holthusenkai sollen dieses und n\u00e4chstes Jahr angebunden werden. \u201eDer Landstrom soll auch das Sprungbrett f\u00fcr einen vollelektrischen Antrieb und die emissionsfreie Schifffahrt sein\u201c, so Meier.<\/p>\r\n<h2>Sanierung von Kaimauern<\/h2>\r\n<p>Im Hamburger Hafen gibt es auf einer L\u00e4nge von etwa 43 Kilometern Kaimauern. Nur 8 Kilometer sind j\u00fcnger als 30 Jahre. 14 Prozent der Anlagen sind \u00e4lter als 100 Jahre, viele davon marode. Laut Melanie Leonhard koste es etwa 50 Millionen Euro, 500 Meter Kaimauer zu erneuern. \u201eWir brauchen also einen hohen dreistelligen Millionenbetrag f\u00fcr den akuten Bedarf\u201c, sagt die Senatorin. Das sei f\u00fcr die Stadt auch ein gro\u00dfes Thema. Erhalt und Sanierung der Bauwerke dienen auch dem Hochwasserschutz in vielen Bereichen des Hafens.<\/p>\r\n<p>Sobald die HPA, die die Arbeiten durch Spezialfirmen beauftragt, erneuerte Bereiche f\u00fcr Nutzer anbieten kann, sei die Nachfrage gro\u00df, so Meier. Ein Teil der enormen Investitionskosten werde dann durch Mietzahlungen wieder eingenommen, hei\u00dft es.<\/p>\r\n<p>Vor dem Hintergrund des gro\u00dfen Bedarfs, wegen der ver\u00e4nderten globalen Bedrohungslage verst\u00e4rkt in Bau und Modernisierung von Marineschiffen zu investieren, genie\u00dft derzeit die Erneuerung der \u201eSteinwerder Kai\u201c genannten Pier bei Blohm + Voss Priorit\u00e4t.<\/p>","zitat":"Der Landstrom soll auch das Sprungbrett f\u00fcr einen vollelektrischen Antrieb und die emissionsfreie Schifffahrt sein.","zitatgeber":"Jan Meier","zitatgeber_firma":"Hamburg Port Authority","zahl":"","zahl_beschreibung":"","zweites_bild":null,"zweites_bild_bu":"","zweites_bild_foto-credit":"","kasten_headline":"","kasten_text":"","kasten_bild":null},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2406"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2406\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2409,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2406\/revisions\/2409"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}