{"id":1664,"date":"2023-03-31T08:45:16","date_gmt":"2023-03-31T06:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/lag.gtpccgalaxie.de\/warum-wir-eine-gesamthafte-nachhaltige-transformation-de-wirtschaft-brauchen\/"},"modified":"2023-06-19T13:12:21","modified_gmt":"2023-06-19T11:12:21","slug":"warum-wir-eine-gesamthafte-nachhaltige-transformation-de-wirtschaft-brauchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/warum-wir-eine-gesamthafte-nachhaltige-transformation-de-wirtschaft-brauchen\/","title":{"rendered":"Warum wir eine gesamthafte nachhaltige Transformation der Wirtschaft brauchen"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz vieler aktueller Krisen muss die Nachhaltigkeit f\u00fcr Unternehmen weiter oberste Priorit\u00e4t haben. Nur so kann sich die Logistikbranche ver\u00e4ndern. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1652,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-1664","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sustainability-de"],"acf":{"bildunterschrift":"Bis 2030 soll der Anteil von \u00d6kostrom am DB-Bahnstrommix auf 80 Prozent erh\u00f6ht werden. Bis 2038 sollen es 100 Prozent sein.  ","foto-credit":"Deutsche Bahn AG\/Volker Emersleben","autor":"Andreas Gehlhaar","gastautor_firmaposition":"Leiter f\u00fcr Nachhaltigkeit & Umwelt bei der Deutsche Bahn AG","zuerst_publiziert":"Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der DVZ","absatz_1_bis_3":"\u00dcber ein Jahr russischer Angriffskrieg auf die Ukraine. Verunsicherung auf den weltweiten Energiem\u00e4rkten mit explodierenden Energiepreisen. Steigende Inflation und Bankenkrise. Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, aber auch Unternehmen blicken mit Sorge in die Zukunft. Diese wenigen Beispiele zeigen: Wir sind aktuell mit parallel stattfindenden und sich gegenseitig bedingenden Krisen konfrontiert wie seit vielen Jahren nicht mehr. All diese Krisen betreffen Menschen, Wirtschaft und Umwelt unmittelbar und erfordern kurzfristige L\u00f6sungen. Ist es in so einer Situation richtig, sich mit Fragen von Nachhaltigkeit zu besch\u00e4ftigen?      \r\n\r\nDie Antwort lautet eindeutig: Ja! Es ist fundamental wichtig. Denn erkennbar sind wir als Wirtschaft und Gesellschaft nur bedingt krisenfest, also nachhaltig, aufgestellt. Das macht uns anf\u00e4llig f\u00fcr weitere Schocks und negative Beben.   \r\n<h2>Entschieden und konsequent handeln<\/h2>\r\nDie Auswirkungen des Klimawandels, der globale Ressourcenverbrauch und der millionenfache Verlust an Biodiversit\u00e4t sind nicht verschwunden. Im Gegenteil. Mit jedem Jahr, in dem wir keine Antworten hierauf finden, werden die negativen Konsequenzen gr\u00f6\u00dfer.  \r\n\r\nIn Deutschland haben wir im Sommer 2021 die m\u00f6glichen Auswirkungen auf dramatische Weise bereits erfahren. Das Hochwasser geh\u00f6rte zu den f\u00fcnf schwersten Naturkatastrophen der vergangenen 50 Jahre in Europa. Das zeigt einmal mehr, dass wir jetzt handeln m\u00fcssen: sowohl Ma\u00dfnahmen ergreifen, die schnell wirken, als auch grundlegende Weichen f\u00fcr langfristiges Wachstum stellen.  \r\n<h2>Klimaneutralit\u00e4t bis 2040<\/h2>\r\nDie internationale Gemeinschaft hat sich in der Agenda 2030 dazu bekannt, gegen die vielf\u00e4ltigen Krisen zu k\u00e4mpfen. Hierzu hat die UN 17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (SDGs) definiert. Zu den SDGs geh\u00f6ren neben Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz und der F\u00f6rderung von sauberer Energie auch die Bek\u00e4mpfung von Armut und Hunger sowie der Schutz des Lebens an Land und im Wasser.  \r\n\r\nDabei d\u00fcrfen wir nicht nur auf \u201edie Politik\u201c schauen und auf L\u00f6sungen warten. Wir als Wirtschaft k\u00f6nnen wie kaum sonst jemand Impulse f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung, einen gesamthaften Transformationsprozess setzen. Daher haben wir als Deutsche Bahn Nachhaltigkeit als zentralen Purpose in unserer Konzernstrategie verankert und treiben mit der ganzheitlichen Gr\u00fcnen Transformation die nachhaltige Ver\u00e4nderung unseres Unternehmens voran.  \r\nIn der Nachhaltigkeitsdebatte steht aktuell der Klimaschutz durch Dekarbonisierung im Mittelpunkt. Auch die Deutsche Bahn hat sich der Klimaneutralit\u00e4t bis 2040 verpflichtet, etwa durch den Ausstieg aus dem Diesel und die vollst\u00e4ndige Umstellung auf erneuerbare Energien. Aber Themen wie Biodiversit\u00e4t und Kreislaufwirtschaft sind ebenso essenziell.  \r\n<h2>Biodiversit\u00e4t im Blick<\/h2>\r\nWeltweit sterben t\u00e4glich rund 130 Tier- und Pflanzenarten aus. Dadurch ver\u00e4ndern sich unsere \u00d6kosysteme und die Grundlage f\u00fcr das Leben, das wir kennen. Gleichzeitig tr\u00e4gt Naturschutz auch zum Klimaschutz und zur Begrenzung der Erderw\u00e4rmung bei.  \r\n\r\nNicht zuletzt deshalb nehmen wir auch den Naturschutz bei der Deutschen Bahn sehr ernst und setzen ab diesem Jahr kein Glyphosat mehr ein \u2013 auch wenn die EU die Zulassung bis Ende 2023 verl\u00e4ngert hat. Wir haben den Einsatz seit 2020 im Vergleich zu 2018 schon mehr als halbiert. \r\n\r\nAls Deutsche Bahn sind wir daf\u00fcr verantwortlich, rund 33.400 Kilometer Gleis von Bewuchs freizuhalten. Vegetation im Gleisbett kann die Funktionsf\u00e4higkeit beeintr\u00e4chtigen. Eine zuverl\u00e4ssige Vegetationskontrolle ist damit unerl\u00e4sslich f\u00fcr einen sicheren Bahnbetrieb. Rein mechanisch-manuell ist das in dieser Dimension schlicht nicht zu bewerkstelligen.   \r\n\r\nIn Zukunft setzen wir auf ein nachhaltiges Vegetationsmanagement, das auch den Einsatz von Pelargons\u00e4ure vorsieht \u2013 ein Wirkstoff nat\u00fcrlichen Ursprungs, der in Deutschland vorbehaltlich der Genehmigung des Eisenbahnbundesamts im Gleisbereich eingesetzt werden kann. Auch hier gilt: So wenig wie m\u00f6glich und so viel wie n\u00f6tig. Dabei helfen uns in Zukunft KI und digitale Verfahren, die eine pr\u00e4zise Vegetationskontrolle erm\u00f6glichen.  \r\n<h2>Unternehmen reagieren<\/h2>\r\nTrotz vielf\u00e4ltiger Anstrengung: Der Earth Overshoot Day r\u00fcckt fast j\u00e4hrlich nach vorne, der Tag, an dem die nat\u00fcrlichen Ressourcen eines Jahres aufgebraucht sind. 2022 war er Ende Juli. W\u00fcrden alle Menschen so leben wie wir in Deutschland, br\u00e4uchte es zwei weitere Erden. Daher ist es wichtig, dass wir eine vollst\u00e4ndige Kreislaufwirtschaft verwirklichen.   \r\n\r\nViele Unternehmen haben diese Herausforderungen erkannt und bereits Ver\u00e4nderungsprozesse implementiert. So auch wir als Deutsche Bahn: Bis 2040 werden wir eine vollst\u00e4ndige Kreislaufwirtschaft etabliert haben. So haben wir damit begonnen, bei unseren Hauptressourcen Stahl, Schotter und Beton zunehmend auf steigende Recyclinganteile zu setzen. Zudem werden wir auch zuk\u00fcnftig unsere hohe Recyclingquote aller Abf\u00e4lle von mehr als 95 Prozent halten. Insgesamt werden wir als DB mit dem vermehrten Einsatz von Recyclingmaterialien mindestens 300.000 Tonnen CO2 und rund 10 Millionen Tonnen neues Material einsparen.    \r\n\r\nFundament f\u00fcr eine nachhaltige Transformation ist ein Miteinander und kein Gegeneinander. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen und in den Unternehmen als auch mit Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir als Wirtschaft k\u00f6nnen einen entscheidenden Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels, f\u00fcr den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten und f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Kreislaufwirtschaft leisten. Lasst uns dies gemeinsam anpacken.    <em>(fw)<\/em>","absatz_4_bis_ende":"","zitat":"","zitatgeber":"","zitatgeber_firma":"","zahl":"","zahl_beschreibung":"","zweites_bild":null,"zweites_bild_bu":"","zweites_bild_foto-credit":"","kasten_headline":"","kasten_text":"","kasten_bild":null},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1664"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2100,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1664\/revisions\/2100"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}