{"id":1337,"date":"2022-04-20T11:17:00","date_gmt":"2022-04-20T09:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lag.gtpccgalaxie.de\/trend-zur-dezentralisierung\/"},"modified":"2023-03-29T12:26:26","modified_gmt":"2023-03-29T10:26:26","slug":"trend-zur-dezentralisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/trend-zur-dezentralisierung\/","title":{"rendered":"\u201eTrend zur Dezentralisierung\u201c"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thorsten Winkelmann von Arvato \u00fcber die Entwicklungen in der Healthcare-Logistik<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1332,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-1337","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-digitalization-de"],"acf":{"bildunterschrift":"Thorsten Winkelmann, Arvato Supply Chain Solutions","foto-credit":"Arvato","autor":"Claudius Semmann","gastautor_firmaposition":"","zuerst_publiziert":"Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der DVZ","absatz_1_bis_3":"<strong>DVZ: Herr Winkelmann, Arvato Supply Chain Solutions hat ein Shuttle-Lager im Logistikzentrum in Harsewinkel im Kreis G\u00fctersloh er\u00f6ffnet. \u00dcber das System werden die Produkte von 25 Pharma-und Medizintechnikherstellern abgewickelt. Ist diese Automatisierung nun so eine Art Blaupause f\u00fcr andere Standorte?  \n<\/strong><strong>Thorsten Winkelmann:<\/strong> F\u00fcr unser Healthcare-Segment ist das jetzt zun\u00e4chst einzigartig. Es gibt also aktuell keine Pl\u00e4ne, so ein Shuttle-Lager auch an anderen Standorten einzubauen. Dort verf\u00fcgen wir aber \u00fcber andere Technik. Zum Beispiel haben wir Autostores verbaut, gerade nehmen wir zum Beispiel ein Autostore-System in Hamburg und eines in Memphis in den USA in Betrieb. Und f\u00fcr Harsewinkel planen wir noch eine Rack-to-Person-Anlage f\u00fcr den K\u00fchlbereich 2 bis 8 Grad Celsius. Da fahren dann also die Regale zu den Mitarbeitern, so wie man das zum Beispiel von Amazon kennt.    \n\n<strong>Das Unternehmen hat 15 Millionen Euro in das Shuttle-Lager investiert. Warum, glauben Sie, wird sich dieser hohe Automatisierungsgrad letztlich auszahlen? \n<\/strong>Zun\u00e4chst ben\u00f6tigen wir dadurch weniger zus\u00e4tzliches Personal und erh\u00f6hen die Produktivit\u00e4t. Der Hauptgrund an dem Standort war aber, dass wir damit Wachstumsm\u00f6glichkeiten geschaffen haben, ohne kurzfristig am Standort in Harsewinkel gro\u00df bauen zu m\u00fcssen. \n\n<strong>Wenn Dienstleister in Automatisierung investieren, sollten auch die Vertr\u00e4ge etwas l\u00e4nger laufen. Wie ist hier die Entwicklung? \n<\/strong>Die Tendenz zu kurzen Laufzeiten bei Initialvertr\u00e4gen sehen wir seit einiger Zeit nicht mehr. Zugleich laufen die Erstvertr\u00e4ge aber auch nicht so lange, dass sich solch eine Investition amortisiert. Deshalb ist es wichtig, dass die L\u00f6sung flexibel ist und man sie weiterverwenden kann. Und das ist bei unserem neuen Shuttle-Lager der Fall.  \n\n<strong>Was f\u00fcr Laufzeiten sind im Healthcare-Bereich \u00fcblich?\n<\/strong>Bei Initialvertr\u00e4gen sind es derzeit mindestens f\u00fcnf Jahre.","absatz_4_bis_ende":"<strong>Sie sprachen von Wachstumsm\u00f6glichkeiten. <\/strong><strong>Was hei\u00dft denn Wachstum in Ihrem Gesch\u00e4ft?\n<\/strong>Zun\u00e4chst: Es gibt nicht das eine Healthcare-Gesch\u00e4ft. Der Generika-Bereich zum Beispiel wird weiter wachsen, ist aber ein sehr kostenintensives Gesch\u00e4ft. Und dann gibt es Bereiche, die wachsen eigentlich gar nicht, so wie das klassische Pharmagesch\u00e4ft, also so etwas wie die 50-Euro-Packung in der Apotheke. Absolute Zahlen kann ich f\u00fcr einzelne Sparten von Arvato nicht nennen. Aber wir verdoppeln unseren Healthcare-Umsatz etwa alle vier bis f\u00fcnf Jahre \u2013 und das nun seit mehr als zehn Jahren. Das sind also so um die 20 Prozent Wachstum pro Jahr im Schnitt. Wir glauben, dass die f\u00fcr uns relevanten Segmente in dem Markt etwa um 3 Prozent im Jahr wachsen. Wir sehen weiterhin einen deutlichen Trend zum Outsourcing. Und der Markt f\u00fcr das breite Spektrum an Dienstleistungen, das wir anbieten, w\u00e4chst somit im Schnitt um etwa 8 Prozent pro Jahr. Da haben wir es bisher also geschafft, ungef\u00e4hr gut doppelt so schnell wie der Markt zu wachsen. Und wir nehmen uns vor, das so fortzusetzen.        \n\n<strong>Was sind die Treiber dieses Wachstums?\n<\/strong>Wichtig ist, dass wir nicht nur den Gro\u00dfhandel bedienen, sondern auch den zunehmenden Direktvertrieb hin zu Krankenh\u00e4usern, Apotheken oder manchmal sogar Patienten abdecken. Nun ist es zwar nicht so, dass der Massenmarkt unbedingt viel direkter wird. Das ist also kein Megatrend. Aber speziell bei Medizintechnik oder bei besonders teuren Medikamenten geht da schon einiges. Und da sehen wir uns durch das komplette Fulfillment mit Auftragsmanagement, Kundenbetreuung und Finanzabwicklung, erg\u00e4nzend zu Lagerhaltung und Transport, gut aufgestellt. Hinzu kommt: Unsere Auftraggeber konzentrieren ihre Distribution gern auf wenige Partner. International aus einer Hand, lautet da mehr und mehr die Devise. So haben wir inzwischen schon Kunden gewonnen, f\u00fcr die wir Europa komplett \u00fcbernehmen, f\u00fcr fast alle Kunden arbeiten wir in mindestens zwei L\u00e4ndern. Zudem punkten wir beim Thema IT-Integration und Vernetzen von Prozessen.      \n\n<strong>W\u00e4hrend der Pandemie gab es generell einen Trend zu mehr Sicherheitsbest\u00e4nden. Wie hoch ist derzeit die Nachfrage nach Lagerkapazit\u00e4ten im Healthcare-Sektor? \n<\/strong>Die Best\u00e4nde befinden sich immer noch auf einem hohen Niveau. Wir beobachten zudem einen deutlichen Trend zur Dezentralisierung. Das hat viel mit der Pandemie zu tun. Zudem sind viele unserer Kunden, die Spezialmedikamente anbieten, so stark gewachsen, dass sie au\u00dfer einem Zentrallager mit uns Lager, Best\u00e4nde und Distributionsstrukturen in mehreren L\u00e4ndern aufbauen. Und wir glauben, dass dieser Trend zu mehr Regionalisierung bestehen bleiben wird, vor allem weil dieser Aspekt der Sicherheitsbest\u00e4nde jetzt eine gro\u00dfe Rolle spielt. Grunds\u00e4tzlich will die Pharmabranche verst\u00e4rkt mit einem Lager vor Ort sein. Medizintechnik wird dagegen noch haupts\u00e4chlich zentral verteilt. Das liegt aber auch daran, dass hier zunehmend das Zentrallager um Vor-Ort-Best\u00e4nde in Krankenh\u00e4usern erg\u00e4nzt wird, weil diese st\u00e4ndige Verf\u00fcgbarkeit fordern. Diese Konsignationsbest\u00e4nde managen wir auch \u2013 und dann braucht es eben kein regionales Lager mehr.        ","zitat":"","zitatgeber":"","zitatgeber_firma":"","zahl":"","zahl_beschreibung":"","zweites_bild":1330,"zweites_bild_bu":"Im Inneren des Shuttle-Lagers im Logistikzentrum in Harsewinkel im Kreis G\u00fctersloh","zweites_bild_foto-credit":"Arvato","kasten_headline":"Zur Person","kasten_text":"Der 54-J\u00e4hrige leitet seit 2005 die Sparte Healthcare bei der Bertelsmann-Tochter Arvato Supply Chain Solutions. Nach dem BWL-Studium und der Promotion in VWL an der Uni G\u00f6ttingen begann Thorsten Winkelmann 1997 seine Karriere als Assistent eines Vorstandsmitglieds von Arvato, seit 1998 \u00fcbernahm er verschiedene F\u00fchrungspositionen. ","kasten_bild":null},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1337"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1560,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337\/revisions\/1560"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}