{"id":118,"date":"2022-01-05T16:14:00","date_gmt":"2022-01-05T15:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lag.gtpccgalaxie.de\/?p=118"},"modified":"2022-05-09T12:41:17","modified_gmt":"2022-05-09T10:41:17","slug":"lieferketten-im-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.logistics-alliance-germany.de\/de\/lieferketten-im-wettbewerb\/","title":{"rendered":"Lieferketten im Wettbewerb"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuverl\u00e4ssigkeit und Transparenz sind 2022 wichtige Faktoren im Konkurrenzkampf. Dabei kommt es auf den Einsatz der richtigen Technik an.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1359,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-118","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-digitalization-de"],"acf":{"bildunterschrift":"Technische Unterst\u00fctzung, Automatisierung sowie Datentausch und Datenauswertung bestimmen immer st\u00e4rker die Steuerung der Liefernetze.","foto-credit":"Pixabay \/ TheDigitalArtist","autor":"Robert K\u00fcmmerlen","gastautor_firmaposition":"","zuerst_publiziert":"Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der DVZ","absatz_1_bis_3":"St\u00f6rungen der Lieferketten, knappe Kapazit\u00e4ten und Personalmangel werden auch 2022 die Logistikabl\u00e4ufe beeintr\u00e4chtigen. F\u00fcr die Dienstleister bedeutet dies, dass sie weiterhin ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t aufbringen m\u00fcssen, um schnell auf \u00c4nderungen im Marktumfeld reagieren zu k\u00f6nnen.\r\n\r\nIn diesem Zusammenhang spielen effiziente, digitalisierte und automatisierte Prozesse eine entscheidende Rolle. Der Einsatz von digitalen Zwillingen, Augmented Reality, k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI), Cloudl\u00f6sungen und Sensortechnik setzt sich immer st\u00e4rker in den weltweiten Wertsch\u00f6pfungsnetzen durch. Denn l\u00e4ngst stehen nicht mehr nur Unternehmen im Wettbewerb, sondern auch deren -Lieferketten.\r\n\r\nDer gro\u00dfe Anspruch ist daher, alle Prozesse entlang der Supply Chain weniger st\u00f6ranf\u00e4llig zu gestalten. Technologieanbieter wie Ivanti Supply Chain wittern dadurch Gesch\u00e4ft, zum Beispiel durch die Automatisierung von Lagern. Aufgrund der Personalknappheit werden \u201eLogistikunternehmen Automatisierungsl\u00f6sungen einsetzen, die die Einarbeitungszeit neuer Angestellter verk\u00fcrzen und die Mitarbeiter schnell zu H\u00f6chstleistungen bringen\u201c, sagt Ivanti-Manager Brandon Black. Dies kann beispielsweise mit Augmented-Reality-Anwendungen geschehen, bei denen neu anzulernende Mitarbeitende in einer virtuellen Arbeitsumgebung in die Abl\u00e4ufe eingewiesen werden. Gerade bei T\u00e4tigkeiten wie Verpacken oder Kommissionieren bietet sich das an.","absatz_4_bis_ende":"Dar\u00fcber hinaus gibt es viele Ans\u00e4tze f\u00fcr Automatisierung im Lager. So entwickelt das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund autonome Ladungstr\u00e4ger \u2013 die Load Runner \u2013, die sich mittels KI selbst im Schwarm organisieren und steuern k\u00f6nnen. Zudem unterst\u00fctzen Roboter und Softwaresysteme das Personal im Lager unter anderem bei Bestandsplanung, Nachverfolgung, Datenerfassung und Prozessoptimierung. Ivanti-Manager Black geht davon aus, dass KI-Anwendungen und Robotik \u201eden Lagerbetrieb 2022 auf ein v\u00f6llig neues Niveau heben werden, da Automatisierungstools dazu beitragen k\u00f6nnen, die L\u00fccke im Arbeitskr\u00e4ftemangel zu schlie\u00dfen, die Lieferkette zu sichern und Unternehmen angesichts der Unsicherheit zukunftssicher zu machen\u201c.\r\n\r\nIn Lagern und Logistikzentren unterst\u00fctzen Softwaresysteme s\u00e4mtliche Prozesse \u2013 die Bestandssteuerung ebenso wie die Personalplanung. Welche Systeme im Einsatz sind, am Markt angeboten oder an Lagerstandorten eingef\u00fchrt werden und wie diese sich auf die Mitarbeitenden auswirken, hat das IML in Kooperation mit Forschungs- und Industriepartnern in einer aktuellen Studie untersucht.\r\n<h2>Whitepaper zu Ressourcenplanung<\/h2>\r\nF\u00fcr die personelle Ressourcenplanung steht eine Vielzahl an Softwaresystemen und Hilfsmitteln zur Auswahl. Als Spezialsoftware gelten hierbei Ressourcenplanungssysteme (RPS). \u201eEtwa 37 Prozent der Lagerstandorte planen in den n\u00e4chsten vier Jahren die Einf\u00fchrung eines RPS\u201c, berichtet Linda Maria Wings, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IML.\r\n\r\nDas Institut hat ein Whitepaper mit dem Titel \u201eRPS-Studie \u2013 Softwaregest\u00fctzte Planung personeller Ressourcen im Lager\u201c ver\u00f6ffentlicht. Fazit: Mittels Technik und Software l\u00e4sst sich die Produktivit\u00e4t erh\u00f6hen und die Planungsgenauigkeit steigern. \u201eTrotzdem bleibt der Mensch aufgrund seiner individuellen Qualifikationen, flexiblen Einsetzbarkeit und umfassenden Lernf\u00e4higkeit ein Dreh- und Angelpunkt im Lager\u201c, hei\u00dft es seitens des IML.\r\n<h2>Vernetzung ist essenziell<\/h2>\r\nIn der Logistik- und Transportwirtschaft gibt es vier Megatrends, welche f\u00fcr Unternehmen der Branche bedeutend oder sehr bedeutend sind: Cloud Computing und Blockchain, Datenanalyse und k\u00fcnstliche Intelligenz, Internet der Dinge und cyberphysische Systeme sowie Robotik und Automation-. Das hatte Ende vorigen Jahres eine Umfrage von SCI Verkehr in K\u00f6ln ergeben, an der rund 100 Unternehmen teilgenommen haben. Die Technik h\u00e4lt immer mehr Einzug in die Betriebe und werden weniger spekulativ beurteilt wie in den Jahren zuvor, so die Einsch\u00e4tzung der SCI-Marktexperten. In Zeiten sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernder IT-Prozesse r\u00fccken beispielsweise Cloud Computing und Blockchain in den Vordergrund. Knapp drei Viertel der befragten Transport- und Logistikunternehmen sch\u00e4tzen diesen Trend aktuell als sehr bedeutend ein.\r\n\r\nZugleich zeigt sich, dass Daten in jeglicher Form weiterhin eine hohe Bedeutung haben, denn die Vernetzung \u00fcber das Internet und der Austausch von Daten sind essenziell f\u00fcr nahezu alle Gesch\u00e4ftsprozesse. Au\u00dfer dem Datenaustausch an sich sind selbstlernende Algorithmen und die Verkn\u00fcpfung von reeller und virtueller Welt bei der Optimierung der Prozesse- ebenfalls von hoher Bedeutung. Es ist davon auszugehen, dass Technologien dieser Art in diesem Jahr weiter an Relevanz gewinnen, da sie auch wesentlich zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit beitragen k\u00f6nnen.\r\n\r\nDabei definiert sich die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht \u00fcber die Verf\u00fcgbarkeit einer Technik oder Anwendung an sich, sondern \u00fcber den Mehrwert, den sie in der operativen Praxis bringt. Viele Funktionen sind heutzutage Standard und werden als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt \u2013 beispielsweise Sendungsverfolgung. Derartige Grundfunktionen sind Allgemeingut. Sie immer wieder aufs Neue zu entwickeln, ist Verschwendung.\r\n<h2>Frei verf\u00fcgbare Funktionen<\/h2>\r\nVor diesem Hintergrund hat sich auf Initiative des IML die \u201eOpen Logistics Foundation\u201c gegr\u00fcndet. Der Ansatz dabei ist, bestimmte Hard- und Software, die f\u00fcr sich genommen quasi ein Massengut ist, der Gemeinschaft zur Verf\u00fcgung zu stellen, damit diese sie weiterentwickelt, verbessert und erweitert. Von diesem Fortschritt profitieren wiederum alle, da jeder in der Gemeinschaft die Hard- oder Software f\u00fcr spezialisierte Zwecke nutzen kann. Welche Gesch\u00e4ftsmodelle damit unterst\u00fctzt oder daraus abgeleitet werden, stellt dann die eigentliche Innovationskraft eines Unternehmens dar.\r\n\r\nDie Open Logistics Foundation wurde voriges Jahr von Dachser, DB\u202fSchenker, Duisport und Rhenus gegr\u00fcndet, beteiligt sind des -Weiteren Duisport und die BLG Logistics Group. Gerade f\u00fcr kleine und mittlere- Unternehmen d\u00fcrfte es interessant sein, welche Hard- und Softwarekomponenten in diesem Jahr im Rahmen der Initiative zur Verf\u00fcgung gestellt werden.\r\n<h2>Lieferketten st\u00e4rken<\/h2>\r\nDie Menge an Daten und Informationen, die f\u00fcr manche Entscheidungen ber\u00fccksichtigt werden muss, ist immens. \u201eJahrelange Erfahrungen der Manager helfen dabei nicht\u201c, sagt Ralf D\u00fcster, Vorstandsmitglied des Bochumer SCM-Softwarespezialisten Setlog. Firmen m\u00fcssten daher Prozesse st\u00e4rker automatisieren und die Vorteile k\u00fcnstlicher Intelligenz im Bereich pr\u00e4skriptive Analytik sowie autonomer Agenten nutzen, um Effizienzgewinne zu erzielen. \u201eManager werden Softwaretechnologien f\u00fcr die Supply Chain einf\u00fchren, um die Widerstands- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Firmen zu erh\u00f6hen\u201c, unterstreicht D\u00fcster, dessen Annahmen auf Kundengespr\u00e4chen basieren. Dank moderner Technologien k\u00f6nnten Unternehmen von der Planung bis zur Auslieferung Tempo erzeugen, Puffer abbauen und Prozesse effizient steuern.\r\n\r\nTrotz der vielf\u00e4ltigen technischen M\u00f6glichkeiten, die sich mittlerweile den Transport- und Logistikunternehmen sowie den Supply Chain Managern bieten, um die Lieferketten zu steuern, wird 2022 ein schwieriges, weil unberechenbares Jahr werden. \u201eFahrermangel, die enorme Geschwindigkeit, mit der sich die Omikron-Variante ausbreitet, weitere Hafenschlie\u00dfungen aufgrund von Covid-Ausbr\u00fcchen und strengere Grenzkontrollen sind 2022 zu erwarten\u201c, sagt Oleksii Kosenko, verantwortlich f\u00fcr das Carrier-Netzwerk beim US-amerikanischen Supply-Chain-Plattformanbieter Fourkites. Verlader und Spediteure werden mehr denn je unter Druck stehen, Waren schnell und fristgerecht zu liefern. F\u00fcr die Prozesssteuerung sei Technologie unverzichtbar, da die Zeit f\u00fcr manuelle Arbeiten nicht reiche.\r\n<h2>Bereitschaft zum Datentausch<\/h2>\r\nIm Umgang mit Daten sieht -Kosenko einen Trend. \u201eIm Jahr 2021 haben mehr Spediteure als je zuvor Daten getauscht, um Kunden in Zeiten von Fahrermangel und Hafenschlie\u00dfungen besser bedienen zu k\u00f6nnen. In diesem Jahr wird sich dieser Trend fortsetzen, da Spediteure den sicheren und privaten Austausch von Echtzeit-Sichtbarkeitsdaten als eine M\u00f6glichkeit erkannt haben, sich von der Konkurrenz abzuheben.\u201c Dies wird zudem zu einer Anforderung ihrer Kunden werden, die Transparenz \u00fcber die gesamte Lieferkette ben\u00f6tigen. Es muss ersichtlich sein, wie viele und welche Waren sich in einem Abgangs- und Bestimmungshafen, im Lager, im Cross-Dock oder in einem Eisenbahnwaggon befinden. Denn auch die Empf\u00e4nger m\u00fcssen bei St\u00f6rungen und Engp\u00e4ssen schnell -reagieren.\r\n\r\nDas dritte Jahr der Corona-Pandemie wird Logistiker und Supply Chain Manager nach wie vor herausfordern. Nach Ansicht mancher Experten k\u00f6nnten 2022 die vielen Unw\u00e4gbarkeiten zum Technologiebeschleuniger werden.","zitat":"2021 haben mehr Spediteure als je zuvor Daten getauscht. 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